Bully´s Oldie-Garage

Thomas Mercedes

Darf ich vorstellen, Schorsch.

Mercedes W110 Heckflosse
Hubraum 2 Liter Diesel
Leistung 50 PS
Gewicht untragbar

Blaugrau



Urlaub 2007 auf den Weg nach Livorno.

Schorsch habe ich im zerlegten Zustand von Wolgang bekommen.
Die Restauration hat gerade mal 10 Monate gedauert.

Als ich ihn im Klappstuhl ohne Scheiben, Türen und Hauben zum Lackierer um die Ecke fuhr, brach da lautes
Gelächter aus. Er holte den Foto und sagte "des glabt ma kanner".



Markus mit beim Schrauben

Er hat uns zuverlässig zweimal in den Urlaub begleitet.

2007 nach Livorno

zusammen mit Gabi, Günther, Renate, Petra, Wolfgang und unseren Kindern Makus, Melanie, Lisa, Andreas und Toni).

Wir fuhren ausschließlich über Landstraße an Donauwörth, Schloss Neuschwanstein, Füssen, den Fernpass bis nach Pfunds,
wo wir unseren ersten Zwischenstopp machten. Weiter ging es dann nach Sankt Moritz, Malojapass, den Comer See über Monza nach La Spezia wo unser zweiter Stopp sein sollte.


Sankt Moritz




Es war ne ganz schöne Toture ein kostengünstiges Hotel in La Spizia zu finden da wir vor Ort gegen 20Uhr eintrafen.
Post um fanden wir an der Stadtgrenze in einer fragwürdigen Gegend ein kleines Motel hinter einer verlassenen Tankstelle.

"Ist doch kein Problem" meinte Günther, da wir in der Früh ja schon wieder weiter wollten. Kurz um eingejakt und dann zum
Essen in ein Restaurant in der Nähe.

Malojapass

Zurück gekehrt wunderten wir uns über die anrüchige Beleuchtung und den regen Publikumsverkehr.
Nichts ahnend bezogen wir unsere Zimmer und ich schraubte sicherheitshalber beim Schorsch die Diebstahlsicherung (den Dieselgedächtnisminutenknopf) aus dem Armaturenbrett.
Am nächsten Morgen kam das (böse) Erwachen.

Renate meinte im Flur "Ich konnte einfach nicht einschlafen bei diesen Geräuschen aus dem Nachbarzimmer, das machte die ganze Nacht WIKU WIKU WIKU."

Als wir dann zum Frühstück so da saßen, war uns alles klar.
Günther bemerkte über die leicht bekleidete Frau im Frühstücksraum uns gegenüber auf gut fränkisch,"des is doch a Nuttn"
Also Kinder eingepackt und schnell weg.
In Livorno angekommen bezogen wir unser Quartier.


Ausfahrt nach Luca



Bei der Rückreise durfte ich wegen der passiven Sicherheit von Schorsch (umso höher, umso mehr Ruß, umso mehr Sicherheitsabstand) nur noch hinten dran mitfahren.
Ich muss allerdings auch erklären warum. Günther hatte mal ein weises Auto => zumindest am Anfang der Reise.

Die Rückreise war problemlos, bis wir bei einem starken Gewitterschauer unter einer Unterführung bei Insbruck Zuflucht suchten.
Da hatten wohl mehr die gleiche Idee, also kein vor und zurück mehr. Und das Wasser stieg. Glücklicherweise entspannte sich die Sache kurz, bevor uns die Suppe über die Schweller ins Innere gelaufen ist.

Kurz nach Donauwörth hatten wir noch immer " It`s raining cats and dogs ".
Mitten auf der Bundesstraße und mitten in der Nacht stand da eine Ampel => im Nirwana.
Bei Günther gingen alle
 Lichter am Benz aus > Batterie platt > die Kühltruhe hing noch am Zigarettenanzünder.

 

Schhhhhhhhh. das ist ein Automatik. Nix mit anschieben und finstere Nacht.

Die anderen 2 Autos haben wir dann so platziert, dass uns auch jeder sehen kann.

Dann haben wir Günthers Benz überbrückt und wir kamen alle gut nach Hause.


 2009 nach Idro

mit Gabi, Renate, Günther, den Kindern und nem Wohnwagen im Schlepptau.

Bis Bozen war alles kein Problem, Markus saß bei Günther im 280er W108 als Navigator.
Da kam er auf die glorreiche Idee über den Mendelpass zu fahren da der Weg ja kürzer sei.

Der Klein (damals 14 Jahre alt) konnte ja nicht ahnen was das für Schorsch, Papa, den Kühler, und vor allem Mama
bedeuten würde.

50 PS, volles Sturmgepäck, Wohnwagen und noch drei Personen an Bord. Na toll.
Die ersten Kurven gingen ja noch aber so nach der fünften wars vorbei.
Vollgas voraus, Lüftung volle Pulle > Heizung voll aufgerissen und dass bei 30 °C Außentemperatur.
Andreas schaute vom Rücksitz aus den Mountenbikern bei ihren Überholvorgängen zu.

Wer sich fragt, warum ich nicht angehalten habe > GING NICHT > DANN WÄRE VORWÄRTS SCHLUSS >
Rückwärts den Berg runter war keine Option.

Wir hatten es dann endlich geschafft. Lago de Idro.

Am Campingplatz bekam ich dann auch noch ein unmoralisches Angebot von einem älteren Herren der aus der Nähe Münchens kam.

"Verkafst du den, ich lass d a mol mei Kärtle dou"
Ich sagte nur zu Schorsch " Wennst mich stehn läst, werst verkaft (verkauft) " und legte die Visitenkarte ins Handschuhfach.

Er brachte uns sicher heim und ist auch noch nicht stehen geblieben. Der Zettel
 liegt noch immer im Handschuhfach.